zandvoort 17.08 und dauerregen

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Hallo ihr Lieben,

heute morgen bin ich aufgewacht und wurde von den leisen Geräuschen von sanften Regentropfen geweckt, die auf das Lagerdach tröpfelten. Ich schaute aus dem Fenster und sah eine dunkle und graue Welt.

Eigentlich müsste man traurig sein, wenn da draußen die Welt in der festen Hand von den dicken, grauen Wolken ist.

Aber wir waren trotzdem gut gelaunt, gingen einkaufen in dem kleinen Supermarkt und setzten uns danach in unsere gemütliche Wohnung.

Eins meiner liebsten Hobbys im Urlaub ist lesen. Ich liebe es. Das Buch verschlingt mich. Die Welt um mich herum wird ausgeblendet. Und ich genieße es. Zuhause nehme ich mir zu selten die Zeit ein Buch zu lesen. Schade eigentlich. Aber irgendwie bin ich einer von diesen Menschen, der abends einfach gerne den Fernseher anmacht.

Als der Regen etwas nach ließ, packten wir uns in Regenjacken und wagten uns hinaus. Typisch für den Norden- der Regen kommt nicht nur aus einer Richtung- daher bringt ein Regenschirm hier nichts. Der Wind ließ den Regen für uns tanzen und siehe da, am Strand angekommen, wurden wir entschädigt.

Den- welch Wunder- wir hatten diesen riesigen Sandstrand fast für uns allein.

Nur wenige Menschen trauten sich hinaus und dabei verpassten sie was.

Das Meer.

Das Meer schäumte. Es schäumte als hätte jemand eine XXL Packung Badeschaum ausgeleert. Dicke Schaumflocken flogen über den Sand. So etwas habe ich noch nie zuvor gesehen.

Das Meer zeigte seine Macht. Es zeigte was es kann- und formte Wellen die nur so an die Sandbänke brausten.

Das Meer- das nun kein bisschen blau wirkte, sondern eher bedrohlich und einfach grau.

Grau.

Alles wirkt grau.

Aber da- mitten im Meer. Da leuchtete etwas- bunt.

Ja, unfassbar. Da sind einige Kitesurfer unterwegs.

Mit rasender Geschwindigkeit flitzen sie über das Meer. Ja sie genießen es richtig, diesen sonst vollen Strand nur für sich zu haben.

Und wieder einmal, sehen wir, das auch ein Regentag schön sein können und vielleicht den ein oder anderen sogar freut.

Denn niemals hätten diese Kitesurfer soviel Platz gehabt, aber nicht nur das, sie wären niemals so schnell gewesen ohne diesen Wind…

und ohne diesen Wind hätten sie niemals solche Wellen reiten können.

Naja und ohne diesen Regen und ohne diesen Wind und ohne diese Wellen, hätten wir nie solche Kunststücke gesehen. Also alles hat irgendwie auch sein Gutes.

Man muss den Tagen nur eine Chance geben, schön zu sein.

In diesem Sinne,

liebe Grüße aus dem stürmenden Zandvoort

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